Harald Hecke
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Tropheus moorii kasanga

Tropheus moorii kasanga
Tropheus moorii kasanga
Tropheus moorii kasanga
Tropheus moorii kasanga

Tropheus moorii kasanga (Red Rainbow) Wildfänge.


Tropheus moorii mbimbwe

Tropheus moorii mbimbwe

Weibliche Tiere von Tropheus brichardi mbimbwe.


Tropheus moorii mbimbwe

Tropheus brichardi mbimbwe Männchen.


Tropheus moorii mbimbwe

Tropheus brichardi mbimbwe


Tropheus moorii mbimbwe

Tropheus moorii chipimbi Wildfänge

Tropheus gemischt

Tropheus gemischt

Tropheus moorii kasanga und Tropheus brichardi mbimbwe Wildfänge








Allgemeines über die Gattung Tropheus



Tropheus sind Cichliden, die im Tanganjikasee endemisch leben, d.h., Sie kommen nur dort vor. Alle Arten von Tropheus sind Bewohner der ufernahen Fels- und Geröllbiotope. In diesem, wenige Meter tiefen Wasser werden die Steine und Felsen durch die starke Sonneneinstrahlung von einem Algenbewuchs überzogen, der von Kleinlebewesen bewohnt wird und der den Fischen als Nahrung dient. Sandzonen und Flußmündungen werden von den Fischen gemieden. Gerade die Flußmündungen stellen für die Fische eine unüberwindliche Barriere dar. Diese Tatsache ist wahrscheinlich dafür verantwortlich, daß sich im Laufe der Zeit im See an verschiedenen Standorten, die unterschiedlichsten Farbformen entwickeln konnten.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie Anfang der achtziger Jahre durch diese Fische ein Boom ausgelöst wurde. Es gab damals nur wenige Arten, die im Handel verfügbar waren. Jede neu entdeckte Farbform löste regelrechte Hysterien aus. Viele Aqauariener witterten mit diesen Tieren das große Geld. Ob eine neue Art schön war oder nicht, war im Grunde egal. Je seltener eine Art war, umso höhere Preise wurden verlangt und auch bezahlt.

Mittlerweile hat sich diese Hysterie gelegt. Viele Halter zahlten viel Lehrgeld, denn so robust Tropheus-Arten auch sind, gehören Sie in die Hand des erfahrenen Aquarianers, der den Tieren die erforderlichen Bedingungen im Aquarium bieten kann.

Tropheus sind vorzügliche Schwimmer und benötigen viel Schwimmraum, d.h. sie brauchen zum Wohlbefinden große Aquarien.

Topheus sind extreme Futterspezialisten, die man mit falscher Fütterung z.B. mit roten Mückenlarven oder mit Rinderherz sehr schnell umbringen kann.

Tropheus benötigen zur Haltung und selbstverständlich noch mehr zur Zucht ein optimales Wasser. Verschiedene Wasseranalysen des Tanganjikasees sind veröffentlicht worden und jeder Tropheus-Halters, sollte seinen Tieren ein Wasser anbieten, daß zumindest in den wichtigsten Parametern denen des Tanganjikasees entspricht.


Der Tanganjikasee

Der Tanganjikasee ist mit 670 km Gesamtlänge und einer maximalen Breite von 80 Kilometern ein sehr langes und gewaltiges Binnenmeer. Der See liegt 773 m über dem Meeresspiegel im zentralafrikanischen Grabenbruch und ist an seiner tiefsten Stelle ca. 1470 m tief. Der Tanganjikasee ist damit der zweittiefste Süßwassersee der Erde.

Anrainerstaaten sind im Westen die Republik Kongo (früher Zaire), im Nordenosten Burundi, im Osten Tansania und im Süden Sambia.

Tanganjikasee

Der Tanganjikasee in Ostafrika mit seinen Anrainerstaaten


Wolkenbruchartige Regenfälle an einigen Küstenstreifen sind charakteristisch für die Regenzeit in den Monaten Februar, März und April. In diesen Monaten grünt und blüht es im Überfluß. Die Hochwasser führenden Flüsse trüben das Wasser in den Mündungsgebieten d.h. die Sichtweite unter Wasser ist in während Zeit in diesen Gebieten meist stark beeinträchtigt. Stechmücken sind in dieser Zeit zahlreich vorhanden.

In den Monaten Juni, Juli und August ist mit angenehm kühlen Temperaturen zu rechnen. Auch die Wassertemperatur ist mit 24 Grad relativ kühl. Das Wasser ist meist klar. Nur an einigen Bereichen der Küste tritt eine starke Algenblüte auf.

Die Monate September, Oktober November sind die heißesten Monate am See. Im Norden beginnt die Regenzeit. In diesen Monaten sind die Sichtweiten unter Wasser am Besten.

Am höchsten steht die Sonne in den Monaten Dezember und Januar über dem See. In diesen Monaten gibt ist heiße, trockene Tage in den südlichen Regionen, während es in den nördlichen Gebieten schwülheiß werden kann.

Selbstverständlich sind diese Angaben zum Wetter nur Durchschnittswerte und können nur als Anhaltspunkt dienen.

Wie bereits oben beschrieben schwanken die Sichtweiten unter Wasser je nach Jahreszeit und Küstenabschnitt erheblich. Küstengebiete mit reinem Felslitoral haben vergleichbar deutlich klareres Wasser als Küstengebiete mit sandigem oder schlammigem Bodengrund. Flüsse können neben ihren Mündungen ganze Buchten eintrüben. In solchen Gebieten ist natürlich nur mit einer eingeschränkten Sichtweite von 4 - 8 Metern zu rechnen, während in anderen Gebieten Sichtweiten bis zu 22 Metern erwartet werden können. Selbstverständlich sind alle Angaben von den örtlichen Wetterbedingungen, Windverhältnissen und Strömungen abhängig.

Das Wasser des Tanganjikasees ist reich an gelösten Salzen. Die Karbonat- und Gesamthärte ist demnach hoch. Der See hat die höchste Salzkonzentration im Vergleich mit den anderen Grabenseen Ostafrikas. Die wichtigsten Wasserparameter: pH 9 - 9,5 - GH 12 - 14 Grad - Leitfähigkeit 500 - 600 mS.

Die Temperaturen, die in den oberen Wasserregionen gemessen werden, schwanken je nach Jahreszeit zwischen 24 und 28 Grad. In tieferen Regionen werden mit 23 Grad nur wenig tiefere Temperaturen gemessen, sodaß zwischen das sauerstoffreiche Wasser an der Oberfläche und dem sauerstoffarmen Wasser in den tieferen Regionen kein Austausch stattfinden kann. Im nördlichen Teil des Sees liegt die Sauerstoffgrenze bei 120 Metern, während diese Grenze im südlichen Teil bei 200 Metern liegt. Das Vorkommen von tierischem Leben ist unterhalb von 250 m kaum mehr möglich.