Harald Hecke
92665 Altenstadt/WN

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Diskus 1

Rottürkisdiskus im Alter von ca. 1 1/2 Jahren

Diskus RB

Rottürkis-Diskus mit sehr schöner Zeichnung. Als Wildfang würde dieses Tier als Royal-Blue Diskus gehandelt


 


Hälterung von Diskusfischen


Diskusfische sind Schwarmfische und erreichen eine Größe von bis zu 20 cm. Eine Haltung ist nur in großen Aquarien mit m.E. mindestens 300 Litern Inhalt sinnvoll. Kleinere Aquarien sind auch aus Gründen des Tierschutzes abzulehnen. Diskus sollten nie einzeln, sondern immer in einer Gruppe mit mindestens 6 Tieren gehalten werden.

Für die Hälterung von Diskusfischen im Aquarium ergibt sich, aus der Kenntnis der Bedingungen in der freien Natur, die Forderung nach einem Wasser von sehr guter Qualität. Dies ist vor allem durch große, leistungsfähige Filter zu erreichen. Beste Erfahrungen habe ich in diesem Zusammenhang mit großen, offenen Biofiltern gemacht. Bei den anderen Wasserparametern muß man nicht unbedingt die natürlichen Bedingungen nachahmen. Die Tiere lassen sich bei einer Wasserhärte von 15 Grad und bei einem neutralen pH-Wert problemlos halten. Wasserwechsel von 1/3 des Aquarieninhaltes sind jede Woche vorzunehmen. Nur so können die Schadstoffe, die sich durch nicht gefressenes Futter bilden und die durch die Fische selbst ans Wasser abgegeben werden, verdünnt werden.

Bei der Aquarieneinrichtung solle man darauf achten, daß die Einrichtungsgegenstände (Wurzeln und Steine) keine Schadstoffe ans Wasser abgeben. Gerade mit Wurzeln, die sich natürlich für die Einrichtung anbieten, kann man die größten Probleme bekommen. Moorkienholz hat sich hier immer noch am besten bewährt. Für die Bepflanzung haben sich bei mir Echinodorus-Arten hervorragend bewährt. Diese Pflanzen benötigen relativ wenig Licht und kommen mit den hohen Wassertemperaturen gut zurecht. Eine teilweise Abdeckung der Wasseroberfläche mit Schwimmpflanzen fördert das Wohlbefinden der Diskusfische.

Wichtig ist für eine dauerhafte, erfolgreiche Hälterung von Diskusfischen eine gute, abwechslungsreiche Fütterung. Ich selbst füttere meine Fische mit weißen, schwarzen und roten (auf gute Qualität achten!!) Mückenlarven, feingehacktem Muschelfleisch, Mysis, Krill, großen Artemia, kleinen Shrimps, Flockenfutter und mit (wenig) Rinderherz. Sehr gut haben sich bei mir die Flockenfutter bewährt, die einen möglichst hohen Spirulina-Anteil beinhalten. Diese Flocken werden sehr gerne angenommen. Überhaupt sollte man die Tiere auch mit Pflanzenfutter ernähren. Magenuntersuchungen an frisch gefangenen Wildtieren haben ergeben, daß sich die Fische teilweise auch vegetarisch ernähren. Bei Flockenfutter ist auf eine gute Qualität zu achten. Überaltertes Flockenfutter verliert seine Vitamine und wird damit wertlos. Angebrochene Gebinde sollten spätestens innerhalb eines halben Jahres verbraucht werden. Es ist also unterm Strich günstiger, mehrere kleine Gebinde zu kaufen, als eine große Packung, die vermeintlich billiger ist.

Die Flockenfutter der Marken Vitakraft, Tetra und Sera habe ich alle im Einsatz gehabt. Diese Produkte sind alle sehr gut und können uneingeschränkt empfohlen werden.



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